Holz hat in meinem Leben schon immer eine große Rolle gespielt. Ob zum Heizen oder Bauen, das Naturprodukt ist vielseitig einsetzbar und bietet vor allem im Innenbereich sowohl als Fußboden-, Wand- und Deckenverkleidung, als auch in Möbelstücken verarbeitet interessante Gestaltungs-
möglichkeiten. Im Jahr 2007 habe ich damit begonnen, den ans Elternhaus angrenzenden, ehemaligen Kuhstall auszubauen. Zunächst im Erdgeschoss, anschließend auch den darüberliegenden Dachboden. Bereits hier habe ich sehr viel mit Holz gearbeitet, das komplette Dachgeschoss ist beispielsweise doppelt mit Holz verkleidet (Schalung + Profilholz).

Da bereits einige holzbearbeitende Maschinen vorhanden waren, entwickelte sich in diesem Zeitraum der Traum und die Idee davon, sein eigenes Holz direkt aus dem Stamm sägen zu können, ohne Hilfenahme von Sägewerken. Nach dem Abitur habe ich mir mit dem ersten selbstverdienten Geld eine Blockbandsäge gekauft, eine horizontale Bandsäge, mit welcher Stämme bis zu ca. 80 cm Durchmesser aufgetrennt werden können – der Grundstock war gelegt.

Das erste Holz habe ich anschließend vom Förster vor Ort erworben und mit dem ersten Einschnitt begonnen. Vor allem das Eichenholz hat es mir angetan. Wenn ich sehe, was für tolle Produkte aus so einem Stamm hergestellt werden können, freue ich mich immer wieder, einen Stamm aufzusägen und zu beobachten, was das Holz für Maserungen und Besonderheiten hat. Und was das Schönste ist: Jedes Stück ist ein Unikat! Keine Maschine der Welt kann ein vollmassives Stück Holz herstellen, wie es die Natur hervorbringt!


© - Janik Liebkowsky